Es
gibt einige Bereiche, die ich auf meinem Rundgang ausgelassen habe, z.B. die Siedlung in der Bucht Mala Draga, ein Magazin, sowie einen Teil im südlichen
Industriegebiet. Ich denke aber, diese Bereiche noch nachliefern zu können.
1994 habe ich Goli das erste mal besucht, seitdem ist sehr viel zerstört worden. Die
Idee, aber auch die Möglichkeiten, die Eindrücke so festzuhalten, wie ich das hier
gemacht habe, hatte ich leider viel zu spät.
So hatten Touristen und Einheimische der näheren Umgebung genug Zeit, alles, was nicht
niet- und nagelfest war, zu plündern und zu verwüsten. Ganze Parkett- und Kachelböden
wurden aus den Zimmern gerissen. Matratzen, Zwischenwände, Decken und Schränke wurden
auf der Suche nach verborgenen Geheimnissen auseinander gerissen. Viele, die einmal da
waren, haben sich durch Schmierereien an den Wänden verewigt. Bauern nutzen die Insel als
Weide für ihre Schafe, die ebenfalls ihren Teil zur Zerstörung der Insel beitragen.
Alles genau, wie auf der in unmittelbarer Nachbarschaft liegenden Insel Grgur, die das
weibliche Gegenstück von Goli war. Grgur war ein Frauengefängnis, ist aber schon seit
mindestens 20 Jahren verlassen. Dort sind eigentlich nur noch ein paar Mauerreste zu
finden, obwohl es damals sehr viel zu sehen gab. Goli droht das gleiche Schicksal und ich
bin froh, beide Inseln rechtzeitig besucht zu haben.
(C) Achim K. 2000 |