GOLI OTOK
Fundstücke und Kurioses (1)
Übersicht

Steinbild Diese Steinhauerei  zeigt 2 Fischer in Lebensgröße, die gerade ein Netz aus dem Wasser ziehen.

Man findet es in einer Ecke des 4.(?), linksseitigen (bergauf laufend) Zellenfundaments, im Schatten eines Baumes.
Für GPS-ler lauten die genauen Koordinaten:
N 44°50,31' / E 014°49,25'

Den Tipp gab mir  Damir F., der auf Goli Souvenirs verkauft.

Neuesten Erkenntnissen nach, wurde diese Arbeit 1950 von Prof. Schlick gemeißelt. Prof. Rudolf Schlick war ordentlicher Professor an der Kunst-Akademie von Zagreb.
Als Volksdeutscher warf man Ihm seine Angehörigkeit zum Nazi-Deutschland vor, auch wenn er kein Nazi war und so wurde er 1946 vom Militärgericht Nova Vesa zum Tode verurteilt, später jedoch zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Zunächst wurde er im Lager Stara Gradiska, danach im Lager Sremska Mitrovica untergebracht, bevor er 1949, u.A. mit Paolo Franchini (siehe Häftling) nach Goli-Otok verlegt wurde.


Bedienungsanleitung Bedienungsanleitung für einen Deutz Dieselmotor 

Handschuh Handschuh inmitten einer Steinwüste 

Nummernschild Das Mofa des Souvenirverkäufers. Man beachte das Nummernschild!
(bitte Ansicht vergrößern)

Bleilettern Diese Bleilettern stammen aus der Druckerei im "Industriegebiet" (Pristaniste 1)

Karteikarte Diese Karteikarte habe ich in einem Lagerraum gefunden und enthält ein- und ausgehende Bestände einer Käsesorte, der "Sir Biser" genannt wird, in dem Zeitraum zwischen dem 01.01.1971 und dem 09.03.1971 (letzter Eintrag auf der Rückseite).

Interessant sind die Einträge zwischen dem 21.01 und 30.01 (in rot). Obwohl am 21. nur ein Bestand von 11 verzeichnet ist, wurden am 24. 163, am 26. 518 und am 30. noch 52 "Sir Biser" ausgegeben. Der in der Reihenfolge nächste Eintrag von 1800 Stk. neu eingegangenen "Sir Biser" ist dann plötzlich auf den 20. (zurück-?) datiert...???

Ansichtskarte

Ansichtskarte
Eine Ansichtskarte aus Pula, die ich in irgendeinem Kellergewölbe ausgegraben habe.

Nach neuesten Informationen (vielen Dank, Lydi) stammt die Karte von einem gewissen Sandro, der schreibt, ...daß er sie sehr lieb hat... und viele Küßchen schickt. Offensichtlich ist dann der Empfänger wohl auch eine Dame (Freundin/Frau?), die möglicherweise auf der Insel Rab gelebt hat, wie die Anschrift (...Rab 2... ...51283...) vermuten läßt. 

Was macht diese Karte auf Goli?
Ich denke, daß die Dame als Zivilangestellte auf Goli tätig war und diese Karte als Andenken mitgenommen hat.

Sandro redet ebenfalls von ...Ankunft. Bedenkt man die Tatsache, daß in Pula Militär stationiert ist, könnte man annehmen, daß Sandro Matrose bei der Marine war und sich mit dieser Karte von einer Seefahrt zurückmeldet.

Die Karte wurde in den 80er Jahren verschickt, darauf läßt die Briefmarke im Werte von 2,50 Dinar schließen:

Auszug aus einem Leserbrief von Walter U.:
"...Zur abgebildeten Briefmarke kann ich nur sagen dass es einmal einen Touristiksatz gab, der immer wieder mit neuen Marken ergänzt wurde. Ich sammelte sie früher, wobei mein Markenbeschreibungsbuch noch von 1977 ist. Darin gibt es die 2,50er noch nicht. Ich selbst habe eine mit diesem Wert aber, in einer anderen Farbe. Die von Ihnen erwähnte stammt vermutlich aus der gleichen Serie. Folglich ist sie eher aus den 80er Jahren. 2,50 für eine Inlandskarte passen da besser hinein..."

Auszug aus einem Leserbrief von Vladimir K.:
"...The stamp is definitely in use from 80s on. I have lots of them at home, since I was living in Yugoslavia. They came when I was a child and I was born in 79, so definitely 80s. And I think almost until the 90s..."
(Frei übersetzt: ...die Briefmarke war definitiv ab Beginn der 80er Jahre in Gebrauch. Ich habe viele davon zu Hause, damals lebte ich noch in Jugoslawien. Ich bekam sie, als ich noch ein Kind war und ich wurde 79 geboren, also handelt es sich definitiv um die 80er Jahre. Ich glaube, bis in die 90er Jahre hinein...)

Vielen Dank für diese Information!


Stern
(c) W.J. Ungerank
Diesen tollen Tipp, erhielt ich von W.J. Ungerank:

"...Habe bei einem meiner Golibesuche diesen Stern entdeckt.
Position: N44 50,444  E014 49,177. Man geht vom Vela Draga hinauf Richtung Bildungszentrum, hält sich bei den Abzweigungen halbrechts (Wasserentnahmestelle links liegen lassen) und trifft dann im Wald auf einige Häuser. Im Winkel eines L-förmigen Gebäudes befindet sich von Bäumen und Agaven umgeben dieser Stern..."


Musikzimmer
(c) Cyrus Kegel
Diese Aufnahme eines Musikzimmers entstand 1990, also unmittelbar nach Aufgabe der Insel als Gefangenenlager. Viele Instrumente liegen noch verstreut im Raum.


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